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Abbruch der Schwangerschaft

 

Die absichtliche und willentliche Entfernung oder die Herbeiführung der Ausstoßung einer außerhalb des Mutterleibes noch nicht lebensfähigen Leibesfrucht  (Embryo bzw. Fötus). Bei einem Schwangerschaftsabbruch (Abort) wird der sich entwickelnde Embryo aus der Gebärmutter entfernt. Umgangssprachlich wird dieser Vorgang auch als Abtreibung bezeichnet.

Davon zu unterscheiden ist die sog. Fehlgeburt  (Abort). Diese tritt zumeist auf völlig natürlichem Weg ein, z.B. weil die Schwangere gesundheitliche Probleme oder der Fötus schwere Erbgutschäden hat.

Schwangerschaftsabbrüche werden meist in den ersten zwölf Wochen einer Schwangerschaft vorgenommen. Ein Schwangerschaftsabbruch kann durch verschiedene Methoden herbeigeführt werden. Im Wesentlichen werden hierbei drei Methoden angewandt:

a) Abtreibung durch Absaugen / Vakuumaspiration

Das Absaugen ist mit ca.  87 % die gebräuchlichste Methode des Schwangerschaftsabbruchs. Es wird hierfür der Muttermund erweitert und ein Plastikschlauch eingeführt. Ein sehr starker Sog führt dazu, dass der Embryo zusammen mit der Plazenta auseinandergerissen und anschließend abgesaugt wird. Diese Methode des Schwangerschaftabbruchs wird bis zur 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt.

b) Abtreibung durch Curretage

Dabei wird der Gebärmutterkanal erweitert und ein scharfes, gebogenes Messer oder eine löffelartige Fasszange eingeführt, mit welchen der Körper des Embryos zerschnitten und entfernt wird. Die Plazenta wird am Ende ausgeschabt. Komplikationen bei dieser Methode können unter anderem starke Blutungen und Infektionen sein. Diese instrumentelle Verfahrensweise wird zwischen der 7. und 14. Schwangerschaftswoche angewendet.

c) Die Abtreibungspille

Eine durch Hormongabe ausgelöste Ausstoßung des Embryos aus der Gebärmutter. Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch ist seit Juli 2008 bis zur neunten Schwangerschaftswoche (63. Tag der Schwangerschaft) erlaubt, zuvor galt die siebte Schwangerschaftswoche als Grenze. In Frankreich wurde 1988 die Abtreibungspille unter dem Namen RU 486 entwickelt. England und Schweden folgten 1991 und 1992. Anfang Juli 1999 erhielt die Abtreibungspille auch in Deutschland unter dem Namen Mifegyne die Zulassung. In der Schweiz, Österreich, Belgien, Holland, Dänemark, Griechenland, Finnland und Spanien ist Mifegyne ebenfalls zugänglich. Mifegyne enthält den Wirkstoff Mifepriston - ein Stoff, der dem weiblichen Hormon Progesteron ähnlich ist, aber entgegengesetzte Wirkung hat (Anti-Hormon). Progesteron verändert die Gebärmutterschleimhaut so, dass sich die befruchtete Eizelle einnisten und entwickeln kann. Mifepriston verhindert, dass Progesteron seine Wirkung entfaltet. Die Entwicklung des Embryos wird gestoppt, die Gebärmutterschleimhaut löst sich und wird - wie bei einer Regelblutung - abgestoßen. Um die Wirkung von Mifegyne zu verstärken, werden zusätzlich geringe Mengen eines künstlichen Prostaglandins verabreicht. Prostaglandin ist ein wehenförderndes Mittel, das Kontraktionen der Gebärmutter und dadurch mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit eine Fehlgeburt auslöst.

Schwangerschaftsabbrüche lassen sich in der Menschheitsgeschichte und weltweit nachweisen. In Deutschland werden etwa 14 % der Schwangerschaften abgebrochen. Die Zulässigkeit von Schwangerschaftsabbrüchen war und ist ein bis heute zum Teil heftig umstrittenes Thema. Im Widerstreit stehen dabei religiöse bzw. ethische Vorstellungen und gesellschaftliche Ansprüche, das
Selbstbestimmungsrecht der Frau und das Recht auf körperliche Unversehrtheit des ungeborenen Kindes (siehe auch Lebensrecht).

Daraus folgen sehr unterschiedliche ethische Beurteilungen und juristische Regelungen: diese reichen von staatlich geforderten Abbrüchen über weitgehende Entscheidungsfreiheit der Schwangeren bis zu völligen Verboten mit harten Strafen. Auch aufgrund der verschiedenen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Situationen sind die Bedingungen, unter denen Schwangerschaftsabbrüche stattfinden, sehr unterschiedlich. Schätzungsweise knapp die Hälfte aller Schwangerschaftsabbrüche weltweit werden illegal ausgeführt; ein erheblicher Teil wird nicht fachgerecht durchgeführt. Letztere haben Risiken und Nebenwirkungen; sie können sogar das Leben der Abtreibenden gefährden: Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben bei den jährlich auf 40 Millionen geschätzten Abbrüchen 70.000 Frauen in Folge illegaler und/oder unter ungeeigneten Umständen durchgeführter Schwangerschaftsabbrüche. Unter guten medizinischen Bedingungen ist der Eingriff komplikationsarm. Über den Anteil von Spätfolgen etwa in Form psychischer Probleme oder vermehrter Fehlgeburten bei nachfolgenden Schwangerschaften gibt es unterschiedliche Daten bzw. Ansichten.

In Deutschland sind Schwangerschaftsabbrüche durch Ärzte in den ersten 12 Schwangerschaftswochen (ab Empfängnis) und nach einer vorherigen Beratung der Schwangeren nicht strafbar (§ 218a Abs. 1 StGB; sogenannte Fristenregelung). Nach den ersten 12 Wochen sind Abbrüche noch bei erheblicher Gesundheitsgefährdung für die Mutter nicht strafbar (§ 218a Abs. 2 StGB). Dies ist jedoch relativ selten; etwa 98 % der Abbrüche in Deutschland werden in den ersten 14 Wochen vorgenommen. In Österreich und der Schweiz bestehen ähnliche Regelungen, wobei in Österreich die Frist zwei Wochen länger und in der Schweiz zwei Wochen kürzer ist. Schwangerschaftsabbruch ist in den letzten Jahren zu einem viel diskutierten Thema geworden. Viele Frauen, aber auch Männer, befinden sich häufig in einem Zwiespalt, wenn es um die direkte Frage: Würden Sie je ein Kind abtreiben? geht. Meist werden dann Voraussetzungen genannt, unter denen sie es sich vorstellen könnten, sich gegen das Kind zu entscheiden (z.B. kein Geld, Karriereknick oder Krankheit). Jeder Mensch, denn „Kinderkriegen“ ist auch „Männersache“, ist in einer solchen Situation gezwungen seine eigenen moralischen und ethischen Prinzipien bei der Entscheidungsfindung einzubeziehen.



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